Willkommen in der Steinzeit.

In einem früheren Blog-Beitrag habe ich schon mal darüber berichtet, wie das Muttertier in mir zuweilen zur Bestie wird. So auch wieder heute morgen. Luca und ich stehen an der Straße und wollen diese überqueren. Es kommt ein Transporter langsam näher, also warten wir, um ihn vorbei zu lassen. Doch er bleibt genau vor unserer Nase stehen. Mitten auf einer Kreuzung. Hier in Ottensen ist es manchmal etwas kompliziert zwischen parkenden Autos über die Straße zu kommen. Besonders mit einer 4-jährigen auf dem Rad und einem Kinderwagen. Dieses parkende Automonster vor unserer Nase bedeutete also einen nicht unbeträchtlichen Umweg. Darum klopfte ich ans Heck, was den Fahrer auch dazu veranlasste, ein Stück vorzufahren. Wir quetschen uns dahinter vorbei als die Tür aufgeht und ein berastahaarter Mittdreißiger aus irgendwo in Nah Ost herausspringt. „Warum schlägst Du mein Auto?“ Hä? „Ich hab Dein Auto nicht geschlagen, ich habe GE-KLOPFT, weil Du uns hier den Weg versperrst.“ Er motzt weiter: „Du kannst drumrum gehen!“ Ich: „Ich bin hier mit zwei Kindern unterwegs, da kannst Du doch mal ein bisschen Rücksicht nehmen, du Vollidiot.“ Er: „Beleidige mich nicht. Du bist ne Frau, du darfst mich nicht beleidigen.“ Ab da bin ich schneller gegangen. Typen, die so was beknacktes von sich geben, holen auch plötzlich ein Messer aus der Tasche und sagen hinterher, sie mussten ihre Familienehre retten. Er hat nur „Dumme Kuh“ gesagt. Was ja wieder irgendwie niedlich ist.

Is wahrscheinlich politisch total inkorrekt, was ich hier schreibe. Lustig ist allerdings, dass auf seinem Laster irgendwas von Beton stand. Damit war wohl der Inhalt seines Kopfes gemeint.

Ein Gedanke zu „Willkommen in der Steinzeit.

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