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Wochenend und Sonnenschein

Scheint dieses Mal zu stimmen. Obwohl wir uns letztes Wochenende auch nicht beklagen konnten. Nur hatten wir aufgrund der völlig falschen Vorhersage völlig falsch geplant. Aufgrund angesagten Dauerregens am Sonntag war ich mit Hugo im Schwimmbad. Immer wieder ein Spaß und auch für die begleitenden Erziehungsberechtigten Horizont erweiternd.

So war mir zuvor nicht bekannt und es entzog sich meiner Vorstellungskraft, dass es Männer gibt, die sich Schmetterlinge mit türkisfarbenen Flügeln auf die Schulter stechen lassen. Und  zwar eine Version, die auch ein Kinderbuch zieren könnte.

Dass es so gemeine Eltern gibt, die ihre rothaarigen, weißhäutigen, übergewichtigen Kinder in hautfarbene Badeanzüge stecken, wäre mir auch vorher nicht in den Sinn gekommen.

Was ich noch sah:

– ein Grundschulkind, das sich nicht traute, die Babyrutsche (die nur unwesentlich länger war als sie selbst) hinunter zu rutschen und dabei so intensive von ihrer Mutter betreut wurde, dass diese nicht merkte, wie ihr eine Brust aus dem Badeanzug hing

– stark übergewichtige Kinder, die ihren Badespaß klischeemäßig für Pommes und Cola unterbrachen

– diese gruseligen Tankinis, die bevorzugt von dickbäuchigen Frauen getragen werden, in der Annahme, sie ließen sie schlank aussehen. Aber warum sollten sie?

Mal sehen, was die kommenden zwei Tage intensiven Familienlebens so bringen. Gestartet wird heute Abend auf jeden Fall mit einem großen Glas Rotwein. Na gut, normal groß. Verweichlicht wie ich bin will ich ja morgen früh nicht mit nem Kater aufwachen. Prost!

 

Wochenend-Tipps

Kennt Ihr das? Es ist Sonntag, das Wetter ist schlecht und Ihr habt keine Ahnung, wie Ihr den Tag mit den Kindern rumbringen sollt? Hugo hatte diesen Sonntag eine hervorragende Idee. Während wir noch sammelten und mit Freunden diverse Möglichkeiten des Zeitvertreibes per Telefon evaluierten, sperrte er sich ins Badezimmer und nutzte die 4 unbeobachteten Minuten für ein ausgiebiges Tablettenfrühstück. Als wir ihn entdeckten, schaute er uns schuldbewusst und kauend an – und wir flippten aus! Nachdem wir ihm die Reste aus dem Mund gepult, einen befreundeten Arzt und die Giftnotrufzentrale um Rat gefragt und ein paar Sachen gepackt hatten, fuhr ich ins Kinderkrankenhaus. Dabei sah ich mich immer wieder um, um zu checken, ob Hugo die Augen verdreht oder sonst irgendwie komisch wurde.  Im Krankenhaus dann die lustige Nachricht, dass uns eine 12-stündige Überwachung bevorstand. Und da dann ja Nacht sei, sollten wir diese doch gleich auch noch dort verbringen. Hugo fand es super, denn es war viel los, es gab Eis zum Nachtisch und das Spielzimmer war voll toller Sachen. Immerhin haben wir draußen nichts verpasst, wenn man sich das Wetter besah. Danke, Hugo!

Und nun eine wirklich gute Idee, die Britt und Kalle am Sonntag hatten: sie fuhren in die Europapassage zum Laufrad-Fahren. Restaurants und Cafés sind sonntags geöffnet und laut Britt waren viele Leidensgenossen (Eltern mit kleinen Kindern) ebenfalls vor Ort. Beim nächsten Mal sind wir dabei!

Früher hätte ich mich erschossen…

…jetzt finde ich es einfach nur schön, so ein Wochenende: Freitag essen mit Freunden, Samstag leicht verkatert rumhängen, Großeinkauf, Tür zu. Sonntag bei Sonne im Fischi Ballspielen, Hausbesichtigung (der einzige Teil, auf den ich hätte verzichten können), danach leckeren Kuchen bei den lieben Nachbarn essen und zum langweiligen Abschluss „Tatort“. Immerhin hat man gestern etwas verstanden, was bei Münchner und Wiener Tatorten nicht immer der Fall ist.

Der hochmotivierte Start in den Montag will mir trotzdem nicht gelingen. Aber ich arbeite dran. Immerhin habe ich hier schon etwas reingeschrieben.

Euch eine schöne Woche!