Schlagwort-Archive: Urlaub

Erziehungsmaßnahmen

Zum ersten mal in meiner Karriere als Mama bin ich konsequent. Echt wahr! Wenn auch mit etwas Nachhilfe von dem Herrn Papa.

Urlaub im Haus am See. Früher: ein Traum. Heute: ein ziemlicher Albtraum. Vor allem, wenn statt Frühlingssonne Schneegestöber herrscht. Gemütlich einmuckeln mit Kindern ist eben nicht gemütlich sondern mutig. Jedenfalls führten am letzten Tag diverse Nasentänze unserer Kinder dazu, dass wir sie in ihr Zimmer geschickt haben. Und sie tatsächlich nur zum Abendessen wieder raus durften. Das Weinen war herzerweichend aber wir blieben standhaft. Und siehe da: am nächsten Morgen kamen zwei handzahme Kinder in unser Schlafzimmer, wir waren den ganzen Tag nur „Mami“ und „Papi“. Erstaunlich!

Im Eifer des Gefechts haben wir auch ein einwöchiges Fernseh- und Süßigkeitenverbot verhängt. Interessanter Weise wird die Einhaltung vom Papa strikt überwacht, solange die Kinder in meiner Obhut sind. Ist er am Zug, kommen so Ideen wie „Ach, dann fahren wir zu McDonalds“. Worauf wiederum ich ihn an unsere neue Elternkonsequenz erinnere. Gemeinsam sind wir stark! Und erstaunt. Denn die Zucker- und TV-Prohibition wird von den Kindern akzeptiert. Und ich muss sagen, die Abende ohne „Wann fängt Wickie an?“ gefallen mir viel besser. Leider ist die Woche übermorgen vorbei. Bis dahin muss uns etwas einfallen.

Kalt, kälter, Hawai.

Zurück aus Klitmoller. In Surferkreisen auch Cold Hawai genannt. Schön wars. Aber auch echt kalt. Was an diesem allgemein nicht vorhandenen Sommer lag. Aber auch an dem ständigen Wind, der einem auch bei Sonnenschein die Lust am Baden vermieste. Egal, Luca und ich haben uns trotzdem in die Fluten gestürzt. Wir haben tolle Landschaft gesehen und die Zeit in einem sehr schönen Haus genossen.

Dänen sind echt spezielle Leute. Ist uns aufgefallen und wurde lustiger Weise in einem Artikel in der aktuellen WELT am Sonntag thematisiert. Sie sind cooler (liegts am Wind?), gelassener. Sie lachen und haben Spaß, wo wir Deutschen verbissen auf die Uhr sehen und im Kopf schon die Beschwerde formulieren. Man sieht kaum dicke Autos, dafür umso mehr Bärte, Kombis und Karohemden. Die Dänen stehen nicht auf Statussymbole, sondern auf Freiheit und Toleranz. Was auf den ersten Blick ein Land voller Biolehrer ist, ist in Wirklichkeit ein Rolemodel in Sachen wahre Coolness. Bleibt zu hoffen, dass Reisen in der Tat bildet und wir ein bisschen von der dänischen Mentalität in unsere eigene aufnehmen.

Auch ne Latte Macchiato-Mutti braucht mal Urlaub

Und wo sollte sie hinfahren, wenn nicht ins Latte Macchiato-Land? Luca malt schon seit zwei Wochen jeden Morgen ein Kästchen aus. Und nun ist es „nur noch zwei Mal schlafen“. Bis es soweit ist, muss es aber noch mal so richtig anstrengend werden. Klar. Der Papa hat Magen-Darm* und weilt nach Genesung drei Tage in Leipzig, ich haue mich in London seit 5 Jahren das erste Mal wieder richtig um und leide drei Tage darunter, bis Ende der Woche müssen zwei Jobs abgeschlossen werden, ich krieg auch ein bisschen Magenalarm, Hugo 4 Zähne auf einmal und fängt an zu Laufen, was ihn sehr anhänglich macht. Ach ja, und dann müssen ja noch die Sachen für 4 Personen flugzeugkompatibel gepackt werden. Egal! Ich freu mich riesig auf Sonne, Sand und Meer. Rotwein, Pizza, Dolce Vita. Hurra, es geht nach Italia!

 

*Magen-Darm ist eigentlich die gängigste Ausrede aller Jobschwänzer an Mon- und Freitagen. Uns hat es leider „in echt“ erwischt.

Im Bett von DJ Ötzi

Er ist nicht hier, jetzt, zusammen mit mir. Zum Glück. Aber er WAR hier. Im selben Zimmer, in dem ich jetzt gerade sitze. Nr, 317 im Waldhaus Reinbek. Was ich hier mache? Schlafen, Gala lesen, in die Sauna gehen, schlafen, GZSZ gucken, Rotwein trinken, schlafen. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, mich zu langweilen. Das ist nämlich sozusagen das übergeordnete Ziel dieses Trips. Sich nach 7 Monaten Dauerbeschreiung durch das süßeste Baby der Welt erholen – bis hin zur Langweile.

Das Ganze ist ein Weihnachtsgeschenk von meinem Liebsten. Eine phantastische Idee! Auch, wenn mir der Abschied schwerer gemacht wurde, als er eh schon war. Luca spuckt seit zwei Tagen. Und ich selbst hab die Buchung vermasselt und hätte eigentlich schon gestern hier einchecken sollen. Nach ein paar Wuttränen trage ich es mit Fassung, mache das Beste daraus und denke mir, morgen wieder bei meinen Süßen zu sein, ist ja auch nicht so schlecht.

So, der Zimmerservice klopft. Ich mach ihm mal auf.