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Fashion Victim Victim

Neuerdings fechten Luca und ich Kämpfe an bekannter Front aus: dem Kleiderschrank. Es ist geradezu unmöglich, etwas zu finden, was ihr gefällt. Obwohl der Schrank, wie der der meisten Mädels, zum Bersten gefüllt ist (Textilblindheit macht auch vor der Jugend nicht halt). Aber dies ist zu eng, das zu blau, Ärmel dürfen nicht weit sein, Schultern nicht gepufft. Es kratzt, krumpelt, kneift. Oder es ist schlicht und einfach „nicht schick“. Letztens habe ich die ganze Kinderabteilung von H&M mit nach Hause geschleppt. Übrig blieb eine Jeansshorts, die ich kaufen DURFTE. Alles andere wanderte wieder zurück. Und wenn etwas Gnade vor ihren Augen findet, muss es noch durch den Mutti-Filter. Leider fielen die Blinkeblinke-Turnschuhe letztens durch. Genauso wie alles, wo Lillifee oder Hello Kitty drauf ist. Aber mal sehen. Wenn die nächsten 10 Paar Schuhe, die ich ihr zeige, nicht goutiert werden, bin ich wahrscheinlich verzweifelt genug, sie ihr zu kaufen. Denn lange kann ich sie nicht mehr mit ihren Lammfelstiefelchen loslaufen lassen. Aber ich bin ja selbst Schuld. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, sagt man doch. Oder?

Links im Bild ein Kleid nach Lucas Geschmack. Rechts eins, das ich ihr kaufen will.

Fotos: Boden

Textilblindheit und viel Lärm um nichts.

Wie angekündigt waren wir gestern aus. Selbstverständlich mit den typischen Startschwierigkeiten. Erst mal sagte um 17 Uhr der Babysitter ab. Krank. Zum Glück war es wieder mal meine allerbeste N., die den Abend rettete und spontan zur Kinderbetreuung anreiste. Dann das nächste Thema: das Outfit. Das i-Tüpfelchen, von dem ich berichtete, ließ sich nicht rechtzeitig finden. Also fand man mich zwischen 19 Uhr und 19:30 wie Eva Padberg vor dem Kleiderschrank.

Am Ende war dann doch etwas gefunden und ich musste nicht nackt gehen. Statt dessen trug ich die schicke, aber sehr ungünstige Kombination einer Steh-Hose (zu eng zum Sitzen) und Sitz-Schuhen (zu hoch zum Stehen). Aber wer schön sein will, muss leiden, sagte meine Mutter immer und so tippelte ich pünktlich um 20:30 vom Taxi in Richtung Kimzen, wo wir einen Tisch für 2 reserviert hatten. Wäre nicht nötig gewesen, denn wie schon an meinem Geburtstag waren wir wieder die einzigen Gäste. Da fühlte sich mein lieber Mann bestätigt, der bei allzu hysterischen Anfällen vor dem Kleiderschrank zu sagen pflegt: „Wahrscheinlich guckt wieder keine Sau.“

Quelle Film: youtube

Foto: Wiebke