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Sleeping Baby

Wahnsinnig niedlich und toll anzusehen. Oder sollte man ein Baby im Schlaf nicht so vorführen? Ich bin mir nicht sicher. Denn es ahnt ja von alldem nichts. Okay, im wachen Zustand ist es auch ziemlich ahnungslos über unsere Welt, vielleicht bin ich zu empfindlich. Hugo hätte allerdings nicht im Entferntesten lange genug geschlafen, um so eine Welt um ihn herum aufzubauen.

Guten Morgen? Naja…

Früher war ich auch ein Morgenmuffel. Aber jetzt erst habe ich echten Grund dazu. Finde ich. Denn was ich in der Zeit zwischen 7 und 8 mache, während der Rest der Familie (Mann und große Schwester) noch glückselig in die Kissen seufzen, reicht für mehr als einmal Muffeln:

1. Hugo von einer Windel befreit, deren Anblick ich Euch hier netterweise erspare. Nur so viel: der Inhalt hat es durch Windel und zwei Lagen Schlafanzug geschafft und musste per Duschkopf von mehreren Körperteilen des Kindes entfernt werden.

2. Verschmierten und verschütteten Joghurt von Stühlen, Tisch und Boden wischen.

4. Die Spülmaschine ausräumen und Hugo davon abhalten hineinzuklettern, den Inhalt auf dem Küchenboden zerschellen zu lassen oder sich mit einem spitzen Gegenstand selbst zu ermorden.

3. Den halben Inhalt des Blumenkübels aus der Küche fegen.

Wohl gemerkt, alles, nachdem man in der Nacht drei Mal durch Weinen aus dem Schlaf gerissen wurde und auch das Wecken am Morgen nicht unbedingt sanfter von statten ging. Und trotzdem sind sie so süß. Alle drei. Das muss (Mutter-)Liebe sein.

 

Foto: Wiebke

Das ist die Berliner Luft Luft Luft

 

Oder der Berliner Boden. Wie Ihr wollt. Zwar wollte ich zweiteres nicht wie der Papst küssen, als ich ihn betrat. Aber nach 1,5 Jahren war es mal wieder sehr schön, dort zu sein. Zumal beim letzten Mal Minusgrade herrschten. Nun also im Sonnenschein. Dank meiner Mama, die die kleinen Terroristen hütete, durften wir zwei eigentlich geschäftliche Termine in der Hauptstadt zu einem privaten Fest machen. Wir sind am Tag vorher angereist, waren ein bisschen Shoppen und danach lecker essen. Wo es schon Brad Pitt und seinen Inglourious Basterds gefallen hat, hat es auch uns vorzüglich geschmeckt. Nur die bekloppte Dauertelefoniertante am Nebentisch hat ein bisschen genervt. Aber das gehört irgendwie zu unserem Schicksal. An herrlichen und eigentlich ruhigen Plätzen werden wir zuverlässig von Loudspeakern belagert.

Später waren wir noch im Soho House verabredet. Aber wir haben uns dagegen entschieden. Weil wir seit gefühlten 3 Monaten keinen Abend für uns hatten und beide mehr Lust auf unser herrlich ruhiges Zimmer im MotelOne. Und vor allem auf Durchschlafen. Hätte man mir das vor 5 Jahren erzählt, dass ich anstatt in einer der coolsten Locations des Landes zu feiern lieber in das zu klein geratene Zimmer einer durchschnittlichen Hotelkettenfiliale gehe? Ich hätte es nicht geglaubt!

Fotos: Wiebke

Ich will nicht ins Bett! – Aber ich!

Jeden Abend das gleiche: Luca sitzt vor ihrem Abendessen und kaut in Zeitlupe. Nach hundertmaligem Ermahnen hat sie endlich aufgegessen. Aber satt ist sie noch lange nicht. Also noch ein Brot / Ei /Joghurt… Wieder Ermahnungen, damit sie das Essen nicht vergisst. Dann ist endlich der Teller leer und Kika vorbei. Zeit für Teil II unseres Abendrituals: „Ich will nicht ins Bett. Ich will so lange aufbleiben wie ihr.“ Ok, gern. Liebe Luca, morgen darfst Du so lange aufbleiben wie ich. Den Tisch abräumen, aufräumen, Wäsche zusammenlegen, Ablage machen, Mails schreiben, Tasche für morgen packen, Hugo den Tee für die Nacht machen, noch ein bisschen arbeiten, damit es morgen nicht so stressig wird… Viel Spaß! Ich geh dann schon mal ins Bett. Herrlich.

Schlaf, Kindlein, schlaf.

Es ist wirklich herzerweichend, mit anzusehen, wie der kleine Hugo jedes Mal gegen das Einschlafen kämpft. Er brüllt und schreit und bäumt sich auf, als gelte es, eine Horde wild gewordener Bestien zu vertreiben. Und da so ein Baby ziemlich oft am Tag mal ein Schläfchen hält, sind das ganz schön viele Kämpfe, die ausgefochten und – leider – verloren werden müssen.

Warum ist das so? Warum finden Kinder Schlafen doof und Erwachsene können nicht genug davon kriegen? Auch Luca meinte gestern Abend, sie wolle nicht immer „nur Schlafen, schlafen, schlafen.“ Und ich kann mich natürlich auch daran erinnern, dass ich nie ins Bett wollte. Man könnte ja was verpassen. Wahrscheinlich ist das der Grund: wir Erwachsenen wissen inzwischen, dass wir nicht wirklich etwas versäumen, wenn wir schlafen. Nix, was es morgen, übermorgen oder überübermorgen nicht auch noch gäbe. Zumindest fällt mir gerade nix ein. Was die Frage aufwirft, wofür es sich dann lohnt, ausgeschlafen zu sein.

Anna Wahlgren und das „Knuffen“.

Vor ein paar Tagen hatte ich von unserem erfolgreichen Schlafprogramm nach Anna Wahlgren geschrieben. Die Sache mit dem „Knuffen“ habe ich nach der Beschreibung im Buch nicht kapiert und es darum einfach so gemacht, wie ich es für richtig hielt. Zum Glück, wie ich finde. Denn jetzt habe ich das Video dazu entdeckt.

Trotzdem würde ich das Buch weiter empfehlen. Denn es hat uns sehr geholfen. Man muss nur, wie immer im Leben, auf sein Bauchgefühl hören und Dinge, die für einen funktionieren, nicht über Bord werfen, nur weil jemand etwas anderes sagt. Amen.

Quelle: YouTube

Das Wunder von Ottensen.

Das Glück sprudelt mir aus den Ohren! Hugo hat zum ersten Mal in seinem Leben DURCH-GE-SCHLA-FEN!!! Was nicht heißt, dass wir es automatisch auch getan haben. Denn nach 8 Monaten ist man auf 2-Stunden-Rhythmus konditioniert. Heißt also, wir waren in regelmäßigen Abständen wach. Und wunderten uns, dass es so leise war. Der besorgte Vater ist sogar zwei Mal aufgestanden, um zu gucken, ob das Kind noch lebt. Bleibt nur zu hoffen, dass es keine einmalige Erscheinung war.

Und noch ein Wunder geschieht. Jetzt gerade in diesem Moment. Ich sitze am Rechner, um diesen Beitrag zu schreiben, und Hugo spielt in seinem Laufstall. Womit habe ich das nur verdient?

Foto: DaWanda