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Nach den Ferien ist vor den Ferien

Zusätzlich zur Freizeitgestaltung des Nachwuchses lastet auch die Ferienplanung auf den elterlichen Schultern. Hat man sich gerade durch die Sommerferien organisiert und stolz ein kompliziertes Geflecht aus Ferienbetreuung, Verreisen, Tagesmutter und Oma-/Opa-Aufenthalt durchstanden, stehen schon die nächsten Herausforderungen vor der Tür: die Herbstferien. Abgesehen davon, dass kein Mensch so viel Urlaub hat, gehen einem auch die Ideen aus.

Das ist schlimm, denn der soziale Druck ist schon bei Zweitklässlern spürbar. „Mama! Tina fährt in den Ferien überhaupt nicht weg, die machen nur hier was!!!!“ Dank easy jet und alltours muss man ja heutzutage, sobald sich mehr als zwei freie Tage ankündigen, mindestens eine Städtereise machen. Besser noch All inclusive in Tunesien, der Türkei oder Marokko. Da will ich weder hin noch finde ich das richtig. Klar, die Kinder schwärmen immer noch von „Itaaalien“. Aber Hugo hat mir letztens wieder gezeigt, dass es gar nicht so viel braucht, um ein Kind glücklich zu machen. Nach einem vollkommen normalen Tag zu Hause, an dem er mit den Nachbarskindern im Garten gespielt hat, sagt er abends am Tisch: „Heute ist ein schöner Tag!“

Aber so ganz ohne Wegfahren schaffen wir es auch nicht. Morgen geht es an die Ostsee! Strandspaziergang, futtern, Massage! Herrlich!

Tschüss Sommer, Du bist dann wohl weg.

Das war ein Tag gestern! Wir hatten uns fest vorgenommen, an die See zu fahren. Nachdem der ursprüngliche Plan, Freunde in SPO zu besuchen, zerschlagen war, sollte es Scharbeutz sein. Weil ich zufällig gelesen hatte, dass da Kinderaction ist. Unser sonst präferierter Ostseestrand ist zwar wunderschön und ruhig, aber zu ruhig, wenn man sich nicht mit anderen Kindern dort verabredet.

Beim Brötchenholen um halb 8 fielen allerdings ein paar Regentropfen aus dem grauen Hamburger Himmel auf Hugos und meine Nasen. Kurzes Zweifeln, dann haben wir aber doch die zwei Langschläfer (haha) aus dem Bett geschmissen, Brötchen geschmiert und ab gings. Und kaum waren wir da, riss der bedeckte Himmel auf und die Sonne brannte uns auf den Pelz. Luca war happy beim abwechselnden Baden mit Papa und Hexenhut-Basteln in der betreuten Kinderstrand-Zone. Hugo bezirzte die umsässigen Rentner mit seinem schönsten Lächeln und erklomm deren mitgebrachte Klappstühle unter Bravorufen. Noch ein lecker Softeis zum Abschluss und nach Hause gings, um pünktlich zum Gewitter unter der bedachten Terrasse die abendliche Wurst zu verputzen. Davon hätten wir gern noch mehr Tage gehabt. Danke für diesen einen, sehr schönen, lieber Petrus!