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Tschüss Sommer, Du bist dann wohl weg.

Das war ein Tag gestern! Wir hatten uns fest vorgenommen, an die See zu fahren. Nachdem der ursprüngliche Plan, Freunde in SPO zu besuchen, zerschlagen war, sollte es Scharbeutz sein. Weil ich zufällig gelesen hatte, dass da Kinderaction ist. Unser sonst präferierter Ostseestrand ist zwar wunderschön und ruhig, aber zu ruhig, wenn man sich nicht mit anderen Kindern dort verabredet.

Beim Brötchenholen um halb 8 fielen allerdings ein paar Regentropfen aus dem grauen Hamburger Himmel auf Hugos und meine Nasen. Kurzes Zweifeln, dann haben wir aber doch die zwei Langschläfer (haha) aus dem Bett geschmissen, Brötchen geschmiert und ab gings. Und kaum waren wir da, riss der bedeckte Himmel auf und die Sonne brannte uns auf den Pelz. Luca war happy beim abwechselnden Baden mit Papa und Hexenhut-Basteln in der betreuten Kinderstrand-Zone. Hugo bezirzte die umsässigen Rentner mit seinem schönsten Lächeln und erklomm deren mitgebrachte Klappstühle unter Bravorufen. Noch ein lecker Softeis zum Abschluss und nach Hause gings, um pünktlich zum Gewitter unter der bedachten Terrasse die abendliche Wurst zu verputzen. Davon hätten wir gern noch mehr Tage gehabt. Danke für diesen einen, sehr schönen, lieber Petrus!

 

Sonntag ist Familientag

Frisch aus dem Urlaub zurück wird Muddi erstmal krank. Und auch sonst war der Urlaub nicht sooo erholsam, wie man es sich gewünscht hätte. Urlaub ist zudem auch übertrieben. Nennen wir es Kleine Flucht. Alles in allem wars schön, aber mit kleinen Schönheitsfehlen. Zum Beispiel ein Entwicklungsspung / neuer Zahn / querer Pups bei unserem Kleinsten. Die vorher so erholsamen Nächte waren es leider im Urlaub nicht ganz so. Und dann überraschten uns die Damen in der Kinderbetreuung mit der Information, dass „Sonntag Familientag“ sei. Klang so wie „Da können Sie sich dann ja mal selber um ihre Kinder kümmern.“ Was für ein Schwachsinn ist das denn? Wir fahren in ein Hotel mit Kinderbetreuung, um dann Familientag zu machen? Das kann ich doch auch zu Hause oder woanders. Aber vielleicht bin ich ja auch ne Rabenmutter. Als ich mich mit einer rotgesichtigen Mutter kurz beim Frühstück unterhielt, erzählte sie mir stolz, dass sie ihre Kinder am vorigen Tag eine Dreiviertelstunde (!!!) in die Betreuung gegeben hat. Boah! Dieselbe Mutter bekam fast einen Herzinfarkt, als Luca später von Papa in den Kinderclub gebracht wurde mit den Worten: „Sie bleibt bis 6.“ Manchmal frage ich mich auch, ob ich was falsch mache. Luca liebt diese Art des Entertainments und ist aus sämtlichen Kinderbespaßungsanlagen nur mit Gewalt oder zumindest viel gutem Zureden zu entfernen. Ich deute das mal als gut, denn es zeugt von Selbstbewusstsein. Oder?