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History repeating

Was haben wir mit den Augen gerollt. Damals, als wir mit Begeisterung Serien wie Alf sahen und unsere Eltern meckerten: „Was für ein Schwachsinn!“ Obwohl, Alf fand ich okay, richtig süchtig war ich nach Roseanneeiner Serie über eine Familie der amerikanischen unteren Mittelschicht. Die Eltern waren unglaublich dick und asi und lustig. Auch dafür bekam ich von meinen Eltern wenig Verständnis. Immer wenn die Serie auf dem Wohnzimmerfernseher lief, schimpften sie über die Hohlbirnigkeit meines Programms. Und ich dachte: „Dann guckt doch weg. Hört doch nicht hin! IHR müsst es doch nicht sehen, ICH will es aber. Und zwar in Ruhe.“

25 Jahre später (ja, leider stimmt die Zahl) sitzt meine Tochter in unserem Wohnzimmer und guckt Soy Luna. Keine Ahnung, worum es in dieser kreischbunten Disney-Kacke geht. Rollschuhlaufen, glaube ich. Viel schlimmer als die Serie an sich sind allerdings meine Kommentare dazu. Genau so wie meine Eltern bin ich durchs Bild gerannt und habe gemotzt: „Wie lange geht das denn noch? So ein Blödsinn! Hirnloser Scheiß!“ Und so weiter. Luca dachte sicher Ähnliches wie ich damals und das vollkommen zu recht. Ich muss es ja nicht ansehen. Aber es hat mich so dermaßen genervt, die ganze Zeit das Gequatsche im Hintergrund zu hören! Außerdem läuft es zur gleichen Zeit wie GZSZ ;).

Was ist die Lösung? Ein Fernseher im Kinderzimmer? Dafür ist es noch ein bisschen früh mit zehn. Dann also Memo an mich: Einfach mal Fresse halten.

Sommerhauch – später

Es ist Februar. Es ist eklig draußen. Darum machen wie es uns drinnen gemütlich. Vor dem Computer. Und statt an der Kaminfeuer-App wärme ich mich an Seiten von Hotels im Süden. Inzwischen haben wir gebucht, also ist Surfen durch das virtuelle Mittelmeer sinnlos.

Zum Glück gibt’s Smalllable und seine bezaubernden Kindersachen. Gerade habe ich mich statt auf den jahreszeitlich üblichen Sale-Seiten bei den Sommersachen umgesehen. Und plötzlich ging  die Sonne ging auf! Für Luca wanderten so einige Fische aus dem Netz in den Warenkorb. Ich freu mich schon darauf, die Maus darin durch Italiens Berge laufen zu sehen!

Das Leben ist eine Kiste Pralinen, man weiß nie, was man kriegt.

Den berühmten Satz von Forrest Gump möchte ich heute mal auf mich als Erziehungsberechtigte aus der Sicht meiner Kinder beziehen. Oder eigentlich auch aus meiner eigenen Sicht. Denn so, wie ich mich oft benehme, kenne ich mich selbst nicht. Urplötzliche, explosionsartige Ausbrüche in Verbindung mit Schreien….. Soweit ich mich erinnere, habe ich als Nichtmutter noch nie in meinem Leben einen Menschen angeschrien. Und nun tue ich es oft, unvermittelt und gegenüber den Menschen, die ich am allermeisten auf der Welt und von ganzem Herzen liebe. Ist doch beknackt! Auch sage ich Sätze in diesen Situationen, die in meinem eigentlichen Wortschatz gar nicht vorhanden sind. So wie „Hintern versohlen.“ Abgesehen davon, dass ich das nie machen würde, denke ich es noch nicht einmal und sage es trotzdem. Woher kommt das? Warum ist das so? Und: ist das normal?

Schöner wärmen mit PIP Studio. Oder: der frühe Vogel kann mal herkommen.

Schon gemerkt? Draußen wird es eklig kalt. Ich hab schon seit zwei Wochen die UGGs ausm Schrank gekramt. Ihr ahnt gar nicht, wie eisig die Füße werden, wenn man Stunde um Stunde aufm Spielplatz rumsteht. Sitzen geht ja erst recht nicht – finde mein tolles Sitzkissen nicht mehr. Also, die lieben Minis rasen mit roten Backen und laufenden Nasen übers Gelände und wir Muddis stehen mit klammen Fingern daneben und hoffen, dass es bald vorbei ist. Heute hat es mir gereicht. Ich habe meine Leidensgenossinnen überzeugt, dass die Kinder genug frische Luft getankt haben und wir sie nun getrost in die trockene Heizungsluft des Kinderzimmers sperren könnten. „Alle mit zu mir, ich mach Kakao. Mit Schuss.“ Dankbare Gesichter in der oberen Etage, leises Murren in der unteren. Das verstummte aber beim schnell nachgeschobenen „Es gibt auch Kekse.“

Eine Viertel Stunde später saßen wir im Warmen. Die Kinder mit nem Keksteller wegkomplimentiert. Die Muddis vor dampfenden Bechern. Bis ein kleines Wurstfinger-Paar mal eben am Tischset gezogen hat. Nun brauche ich dringend neue Becher. Nach kurzer Recherche wurde ich auch fündig. Ich will den Early Bird von Pip Studio, gesehen bei nostalgieimkinderzimmer. Oder am besten gleich das ganze Service mit Mug, Kaffeetasse, Untertasse, Frühstücksteller und Müslischüssel. Dann fällt vielleicht auch das Aufstehen an den kommenden dunklen Wintermorgenen nicht ganz so schwer. Apropos: am Sonntag wird die Uhr umgestellt. Eine Stunde weniger schlafen. Noch weniger…

Bilder: nostalgieimkinderzimmer.de

Convenience ist der neue Luxus

Das ist unser neues Motto, seit Hugos Geburt. Soll heißen, die Putzfrau kommt jede Woche, der für den Kindergarten benötigte Ordner wird in dem Laden gekauft, der am nächsten liegt (auch wenn er 9!!!!!! Euro kostet) und abends geht man schnell beim Türken was essen statt selbst zu kochen. Und zwar ohne schlechtes Gewissen. Das Geld ist gut angelegt. Dann müssen die nächsten High Heels für Mutti eben warten. Kann se im Moment eh nix mit anfangen (die Absätze sacken im Spielplatzsand immer so ein).

Klappt super. Außer die Sache mit dem Essen gehen. Wir steuern den Türken / Griechen / Asiaten an, der eine leckere aber unspektakuläre und dabei günstige Variante des Abendessens bietet. Und wir landen immer wieder in unserem Lieblingsrestaurant.

Ist auch um die Ecke. Nur alles andere als unspektakulär. Und leider nicht ganz so günstig. Aber es ist sooo schön dort. Gestern war es wieder so weit. Kurz vor dem anvisierten Ziel sind wir dann doch noch abgebogen. Einen guten Grund dafür gibt es immer. Gestern war es der – wahrscheinlich – letzte schöne Sommerabend. Dem musste dringend mit einem Cremant de Loire gehuldigt werden. Luca tunkte selig das frisch gebackene Brot ins Olivenöl, schmatzte bei der Kinderpasta mit Parmesan, malte ein hübsches Bild mit den sofort bereit gestellten Buntstiften und futterte mir am Ende das Dessert (toskanischer Schokoladenkuchen) weg, das wir eigentlich teilen wollten. Also nicht nur lecker, der Laden, sonder auch kinderfreundlich. Leider ist es drinnen etwas eng. Wenn man also Kinder hat, die keine 2 Minuten auf ihrem Platz sitzen können, sollte man im Sommer unbedingt draußen Platz nehmen. Da kann die Brut dann auf dem mit hübschen wilden Blumen gesäumten Gehweg spielen. Autos fahren so gut wie keine und wenn, dann nur langsam – is ne 30-Zone.

Schuckel schuckel

Ich würde ja gern mal wieder etwas zu diesem Blog beitrage. Nur bleibt mir tagsüber kaum Zeit. Der am 3. Juni endlich geborene Hugo alias Herr Sekundenschlaf ist sehr anspruchsvoll und möchte am liebsten den ganzen Tag nur herumgetragen werden. Und wenn er dann mal eingeschlafen ist, ist es gerade Zeit, Luca aus dem Kindergarten abzuholen. Tja. Und abends bin ich zu müde oder meine Hände wackeln zu sehr vom 24 Std. Dauerschuckeln.

Eine andere Hürde ist die inzwischen wissenschaftlich bewiesene Stilldemenz. Während des oben stehenden Absatzes musste ich ca. 5 mal inne halten, weil mir das einfachste Wort nicht einfallen wollte. Echt wahr!

Auuuuuußerdem war ich schon lange nicht mehr shoppen. Abgesehen von Budni, wo man als Eltern zwangsweise zum Shopaholic mutiert. Mindestens einmal täglich muss ich hin. Und die magische Zahl an der Kasse ist 25. Unter 25 Euro komm ich einfach nicht da raus.