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Dinner for one – The same procedure as every evening.

Als GUTE Mutter habe ich gekocht. Abends. Luca hatte sich Fischfrikadellen gewünscht. Dazu gabs Kartoffelbrei und Erbsen. Wer hats gegessen? Richtig: ich. Hugo hat nach zwei Happen Frikadelle die Nase gerümpft. Luca hat jede Erbse einzeln untersucht und dann widerwillig runtergeschluckt. Warum macht man das eigentlich? Wieso setzt man die Kinder nicht mit ner Nutella-Stulle vor die Glotze? Zwar behaupte ich immer, mich nicht an diesen Mütter-Conventions zu beteiligen. Aber wenn ich ehrlich bin, fühle ich mich als bessere Mutter, wenn ich den Fernseher aus lasse, selber koche, Gemüse statt Nachkram zum Spielen reiche, mit den Kindern auf den Spielplatz gehe… Dabei wollen sie selbst oft genau das Gegenteil. Wäre das nicht eine gute Mutter? Eine, die das tut, was ihre Kinder sich wünschen? Ich denke, wir alle kennen die Antwort. Aber komisch ist es doch!

Foto: ich

 

Miracoli?

 

Heute zermartere ich mir wieder das Hirn auf der Suche nach einer Kochidee. Nene, es kommt niemand zu Besuch. Es geht einfach um die alltägliche Versorgung der lieben Familie mit Nahrung. Wenn es nach Luca ginge, reicht eine Dose Ravioli und ein Öffner. Hugo verschmäht seit Kurzem meine liebevoll gekochten Reiskreationen und bevorzugt Spaghetti Bolo aus dem Glas. Aber mein mütterliches Engelchen flüstert mir ein schlechtes Gewissen ein: „Es muss selbstgekocht sein!!! Das ist gesünder! Das ist besser! Dann bist Du eine bessere Mutter!“ Und Ehefrau, füge ich automatisch hinzu. Denn auch der Herr Papa mag gern ein warmes Süppchen am Abend. Am besten Low Carb. Auch das noch!

Neben der verfluchten Idee, die nicht kommen will, ist es auch noch das ewige Eingekaufe, das ich verabscheue. Vielleicht sollte ich wirklich mal das Angebot vonKommt essen annehmen. Vielleicht liefern die ja noch heute…

 

Die Mama-Diät

Es ist ein Gerücht, dass man nach der Geburt eines Kindes einfach nicht mehr schlank wird. Zumindest in meinem Umfeld verhält es sich extrem gegenteilig. Alle, die ich kenne, sind zumindest in den ersten 2 Jahren nach der Geburt eher dünner als vorher. Sie stillen, sie rennen kilometerweise mit dem Kinderwagen / der Babytrage durch die Gegend, sie vergessen das Essen oder haben schlichtweg keine Zeit. Das krasseste Beispiel dafür ist meine liebe Freundin Maike. Ich sag nur: 25! Kilo! Bei Kind 1, Kind 2 und Kind 3. Und jedes Mal sah sie hinterher aus wie vorher, bzw. war sie noch ein bisschen weniger. Klaro, das passiert nicht von einem Tag auf den anderen. Aber die Tendenz ist eher Minus statt Plus.

Auch die Ausrede „ich muss immer die Reste essen, weil ich Essen einfach nicht wegwerfen kann“ zählt meiner Meinung nach nicht. Bei mir reichen die nämlich, um mir – meistens – den Appetit für das richtige Essen zu nehmen. Folglich ernähre ich mich an einem normalen Tag von 1/2 Siruptoast, 3 Löffeln Schokomüsli, einem eigentlich für Hugo gekauften Brioche, 4 Gabeln Spaghetti Bolo, 8 Eulencrackern (okay, das waren keine Reste), einem halben Schokoeis, 2 Stück Apfel, 4 Weintrauben, 1/2 bis 1 Brot mit Honig plus die Ränder der ganzen Scheibe.

Puh, bin ich satt…

Alles muss raus.

Auch Muddi und Vaddi mal. Mann, tut das gut! Einfach der guten M. die Kinder in die Hand drücken und abhauen. In die Kleine Brunnenstraße 1. Eigentlich unser Sommerfreisitz, nur diesen Sommer wollte es nicht richtig hinhauen, mit dem Wetter, dem Hunger und der Kinderfreien Zeit.

Es gab: Sardinen auf Toskanischem Brotsalat, Carpaccio, Gauloises, Rosé, Seeteufel, Zigarillo, Filetspitzen und göttliches Schokoladenparfait. Begleitet von zusammenhängenden Sätzen, ja sogar ungestörten Gesprächen, die länger als 5 Minuten bei einem Thema verweilten. Danke! Mehr davon!