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Früheste Talenterkennung

Ein Artikel in der Huffington Post warnt vor zu viel Vorherbestimmung, was die Erziehung und den Werdegang unserer Kleinen betrifft. Also nicht gleich eine Astrophysiker in dem Kind vermuten, nur weil es mit drei gerne Sterne anschaut. Nicht schon mal anfangen, auf das Architekturstudium zu sparen wenn Paulchen oder Klein Irma gerne Bauklötze stapeln. Und in das kecke Lächeln, das das Baby aufsetzt, sobald man eine Kamera auf es richtet, nicht gleich die große Modelkarriere hineininterpretieren.

Habe ich verstanden. Würde ich eh nie machen.

Bei uns wächst aber wirklich ein großer Art Director heran. Wenn nicht Künstler! Blättert man unsere Vogue zu Hause durch, lässt sich auf den ersten Blick kaum unterscheiden, was Hugos Werk ist und was original. Oder? Hehe.

Photos: tba & Tommy X Gigi

 

 

Das Leben ist eine Kiste Pralinen, man weiß nie, was man kriegt.

Den berühmten Satz von Forrest Gump möchte ich heute mal auf mich als Erziehungsberechtigte aus der Sicht meiner Kinder beziehen. Oder eigentlich auch aus meiner eigenen Sicht. Denn so, wie ich mich oft benehme, kenne ich mich selbst nicht. Urplötzliche, explosionsartige Ausbrüche in Verbindung mit Schreien….. Soweit ich mich erinnere, habe ich als Nichtmutter noch nie in meinem Leben einen Menschen angeschrien. Und nun tue ich es oft, unvermittelt und gegenüber den Menschen, die ich am allermeisten auf der Welt und von ganzem Herzen liebe. Ist doch beknackt! Auch sage ich Sätze in diesen Situationen, die in meinem eigentlichen Wortschatz gar nicht vorhanden sind. So wie „Hintern versohlen.“ Abgesehen davon, dass ich das nie machen würde, denke ich es noch nicht einmal und sage es trotzdem. Woher kommt das? Warum ist das so? Und: ist das normal?

Erziehungsmaßnahmen

Zum ersten mal in meiner Karriere als Mama bin ich konsequent. Echt wahr! Wenn auch mit etwas Nachhilfe von dem Herrn Papa.

Urlaub im Haus am See. Früher: ein Traum. Heute: ein ziemlicher Albtraum. Vor allem, wenn statt Frühlingssonne Schneegestöber herrscht. Gemütlich einmuckeln mit Kindern ist eben nicht gemütlich sondern mutig. Jedenfalls führten am letzten Tag diverse Nasentänze unserer Kinder dazu, dass wir sie in ihr Zimmer geschickt haben. Und sie tatsächlich nur zum Abendessen wieder raus durften. Das Weinen war herzerweichend aber wir blieben standhaft. Und siehe da: am nächsten Morgen kamen zwei handzahme Kinder in unser Schlafzimmer, wir waren den ganzen Tag nur „Mami“ und „Papi“. Erstaunlich!

Im Eifer des Gefechts haben wir auch ein einwöchiges Fernseh- und Süßigkeitenverbot verhängt. Interessanter Weise wird die Einhaltung vom Papa strikt überwacht, solange die Kinder in meiner Obhut sind. Ist er am Zug, kommen so Ideen wie „Ach, dann fahren wir zu McDonalds“. Worauf wiederum ich ihn an unsere neue Elternkonsequenz erinnere. Gemeinsam sind wir stark! Und erstaunt. Denn die Zucker- und TV-Prohibition wird von den Kindern akzeptiert. Und ich muss sagen, die Abende ohne „Wann fängt Wickie an?“ gefallen mir viel besser. Leider ist die Woche übermorgen vorbei. Bis dahin muss uns etwas einfallen.