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Erziehungsmaßnahmen

Zum ersten mal in meiner Karriere als Mama bin ich konsequent. Echt wahr! Wenn auch mit etwas Nachhilfe von dem Herrn Papa.

Urlaub im Haus am See. Früher: ein Traum. Heute: ein ziemlicher Albtraum. Vor allem, wenn statt Frühlingssonne Schneegestöber herrscht. Gemütlich einmuckeln mit Kindern ist eben nicht gemütlich sondern mutig. Jedenfalls führten am letzten Tag diverse Nasentänze unserer Kinder dazu, dass wir sie in ihr Zimmer geschickt haben. Und sie tatsächlich nur zum Abendessen wieder raus durften. Das Weinen war herzerweichend aber wir blieben standhaft. Und siehe da: am nächsten Morgen kamen zwei handzahme Kinder in unser Schlafzimmer, wir waren den ganzen Tag nur „Mami“ und „Papi“. Erstaunlich!

Im Eifer des Gefechts haben wir auch ein einwöchiges Fernseh- und Süßigkeitenverbot verhängt. Interessanter Weise wird die Einhaltung vom Papa strikt überwacht, solange die Kinder in meiner Obhut sind. Ist er am Zug, kommen so Ideen wie „Ach, dann fahren wir zu McDonalds“. Worauf wiederum ich ihn an unsere neue Elternkonsequenz erinnere. Gemeinsam sind wir stark! Und erstaunt. Denn die Zucker- und TV-Prohibition wird von den Kindern akzeptiert. Und ich muss sagen, die Abende ohne „Wann fängt Wickie an?“ gefallen mir viel besser. Leider ist die Woche übermorgen vorbei. Bis dahin muss uns etwas einfallen.

Die Zähmung des kleinen Monsters

Is schon komisch mit Kindern. Kaum sind sie da, sind Mütter wie Väter nur noch damit beschäftigt, sie wieder loszuwerden. Zunächst in Form von Schlaf, dann Kita, Schule, Uni… Und dann heulen die Eltern, weil die Zeit ja soooo schnell vergangen ist. Á la: gestern war er/sie noch so klein. Und heute…

Was die Sache mit dem Schlaf angeht, bin ich mit Hugo leider nicht sehr gesegnet. Er schläft nicht so, wie ich mir das wünsche. Das wäre mal 1 Stunde am Tag zu Hause und nachts gern mal länger als 2 Stunden am Stück. Leider sieht er das anders. Also habe ich kapituliert und mir so einen Erziehungsratgeber gekauft. Bisher widerstrebte mir der Griff ins Buchregal an dieser Stelle sehr. Aber jetzt bin ich wohl weich gekocht.

Anna Wahlgren, die Autorin von der „Durchschlafkur“ meint, Kinder würden so schreien, weil sie sonst sterben würden (in der Wildnis, wo wir ja alle herkommen). Dieser These entsprechend hat sie sich ein paar Tricks ausgedacht, die dem Kind vermitteln sollen, dass es dort, wo es ist (im Bettchen) sicher ist und es keinen Grund zum Schreien gibt. Soweit, so gut. Leider kann Hugo noch nicht lesen und ich komme mir extrem dämlich vor beim „Knuffen“, „Fächern“ und „Leiern“. Aber was solls. Die Chance, dass es hilft, ist gering aber da. Also haue ich mir derzeit die Nächte damit um die Ohren, Hugo immer wieder zu sagen, dass er jetzt schlafen soll, und verstecke mich hinter der Tür um diesen Satz bis zur Besinnungslosigkeit zu wiederholen. Leider verliert nicht Hugo die Besinnung sondern ich die Nerven. Aber ich mache weiter!

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