Spielplatzannekdoten

Da geht man nichts ahnend auf den Spielplatz. Und kommt voller Selbstzweifel zurück. Warum? 2 Zweieinhalbjährigen haben es geschafft, mich auf ihr geistiges Niveau herunter zu ziehen. Es find damit an, dass sie zu Hugo sagten: „Du bist Kacka.“ Nichts ungewöhnliches für Jungs in dem Alter. Und Hugo hat es nicht verstanden, also hat es ihn nicht die Bohne gestört. Mich aber, denn sie haben nicht damit aufgehört. Bis ich gesagt habe: „Ihr seid auch Kacka.“ Wirklich. So ungern ich es zugeben mag. Das waren meine Worte. Wie gesagt, die Käsehochs waren vorerst still. Die Lippen bebten und sie schauten mich mit großen Augen an. Dann kam ein weinerliches: „Warum?“ „Weil Ihr zu Hugo auch sagt, er sei Kacka. So fühlt sich das an.“ Die Jungs liefen heulend zu ihren Müttern. Ich verließ mit gesenktem Kopf den Spielplatz. Wie unsouverän was das denn? Musste ich mich auf das einlassen? Oder wäre es klüger und pädagogisch wertvoller gewesen, die beiden zu ignorieren? Ich hatte im dem Moment gedacht, es wäre gut, wenn sie spüren würden, wie es ist, so genannt zu werden. Aber war das meine Aufgabe? Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass es sich nicht gut angefühlt hat.

Ein Gedanke zu „Spielplatzannekdoten

  1. Britt Diedrich

    Ich find es irgendwie super, aber vermutlich auch nur weil ich noch nie in so einer Situation war…. ich zähl dann mal die Tage hahaha

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