Morgengruß

Das erwartete mich heute morgen, als ich nach der Kinderverklappung in Kita und Schule wieder ins Auto stieg. Ja, ich bekenne mich schuldig. Ich habe auf dem Gehsteig an einem Zebrastreifen geparkt. War keine Glanzleistung und ich habe mich ertappt, als ich beim Losfahren kleinlaut Entschuldigungen an Unbekannt formuliert hab. „Sowas mach ich nie. Ehrlich! Aber es war kein anderer frei.“
War es wirklich nicht. Wäre ich weitergefahren, hätte ich gefühlte 8 Kilometer weder Abbiegen noch wenden können. Auf der Elbchaussee schiebt sich morgens ein Strom von Oberklassewagen in Richtung Innenstadt. Keine Chance, da eine Lücke zu erwischen. Und: ich mach das sonst wirklich NIE. Als ich wieder einstieg, waren auch 3 Parklpätze frei. Typisch! Also, ich kann dem Serviettenattentäter keinen Vorwurf machen. Vielmehr bin ich ihm oder ihr dankbar, dass er oder sie mein Auto heil gelassen hat. Es gibt da ja, gerade in Ottensen, durchaus militantere Methoden der Unmutsäußerung bei Parksündern.
Bei der er/sie Schreiberei fällt mir auf, dass er/sie mit dem Wort „Arsch“ anscheinend einen männlichen Fahrer vermutete. Trotz zweier Kindersitze auf der Rückbank. Sonst hätte er/sie wohl eher „Dumme Kuh“ oder so geschrieben. Interessant. Andererseits ist „Arsch“ kürzer und die Zeit am Morgen wohl bei jedem knapp bemessen. Is ja auch eigentlich egal.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.