Der erste nüchterne Besuch bei Lucullus.

Letztens hat es mich mal wieder auf die Reeperbahn verschlagen. Es ist ja so: früher war man dort mindestens einmal in der Woche. Mit mindestens 3 Promille. Jetzt fahre ich im 36er an den alten Partyschauplätzen vorbei in die Innenstadt. Oder ich besuche Britt, die dort verwegener Weise wohnt ;). Oder meine liebe Kollegin Melanie, mit der ich dann Kinderwagenschiebend bei Don’t tell Mama aufn Käsekuchen einkehre. Betrunken war ich schon lange nicht mehr. Und schon gar nicht auf der Reeperbahn. Dies ist mir beim letzten Besuch so richtig bewusst geworden, als ich mit Luca und ihrer Cousine Emma (10 Jahre) nach der Dschungelbuch-Aufführung im Tivoli bei Lucullus eine C-Wurst mit Pommes bestellte. Denn früher endete jeder Kiezbesuch zwangsläufig hier. Meistens initiiert von meinem Liebsten, dem der Magen knurrte. Ich habe ihm übrigens einen echten Liebesbeweis erbracht, indem ich auf von stundenlangem Tanzen schmerzenden Füßen in 10 cm Heels diesen Umweg über die halbe Reeperbahn machte – statt einfach in das nächste Taxi zu springen. Aber das nur nebenbei. Die Wurst schmeckte göttlich. Damals. Dieses Mal, um 16 Uhr, nüchtern, war die Wurst nur noch normal. Eine Wurst eben. Aber mit dem süßen Beigeschmack der Nostalgie.

Bild: qype.com

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