Das Leben ist ein mieser, fieser, sabbernder Lappen.

Den ich noch nicht einmal waschen kann. DENN: meine Waschmaschine hat gestern den Löffel abgegeben. Ich habe langsam das Gefühl, dahinter steckt System. Diese Geräte haben es darauf angelegt, mir die schönen Momente des Lebens zu vermiesen. Der Geschirrspüler streikte über Weihnachten und Silvester. Und die Waschmaschine sucht sich den Zeitpunkt des Frühjahrshoppens für ihr Sterben aus. Jetzt geht es statt in die Butike erst mal zu einem dieser schrecklichen Elektrohändler, die einen immer so aus dem Fernseher anschreien. Ob nach dem Auslösen meines neuen Waschsklaven noch so richtige Shoppinglaune aufkommt? Ich wage es zu bezweifeln.

Kaum wieder zu Hause mache ich mich an die Hausarbeit. Bis mir plötzlich ein Schwall Wasser über die Füße läuft. Das Abflussrohr hat sich selbsständig gemacht und hängt nun sinnlos unterm Waschbecken rum, statt mein Dreckwasser in die Kanalisation zu leiten. Ich heule und schimpfe und fluche, dass die Wände wackeln. Irgendwann fällt mir ein, dass Luca ja zu Hause ist. Wie peinlich. Aber was mir noch mehr zu denken gibt: sie ist nicht einmal aus ihrem Zimmer gekommen bei meinem Anfall. Sind die so alltäglich, dass sie kein Kind mehr aus dem Zimmer locken? Man erspare mir die Antwort.

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