Archiv der Kategorie: Wohnen

Vermieterlüge #12398

Das Haus links im Bild habe ich mal besichtigt. Mit der Absicht, dort eventuell einzuziehen. Das Haus rechts im Bild war damals ein baufälliges, denkmalgeschütztes Haus und soeben verkauft worden.
Vermieter: „Ja, das Haus ist jetzt verkauft. Aber die machen nur das Dach neu.“

Seit einem halben Jahr sieht das Ganze jetzt so aus. Das Gebäude ist komplett entkernt und die Arbeiten bilden gemeinsam mit der Elbchaussee eine Kakophonie der Lautlichkeit.

Neben „Die Fenster sind doppelt verglast, da hören Sie die vierspurige Straße nicht.“ und „Die Schienen hinter ihrem Schlafzimmer sind Flüsterschienen, davon geht keine Geräuschbeeiträchtigung aus“ ist der Satz oben meine Lieblingslüge.

Aufreger des Tages / Umzugscountdown

Wir ziehen um. In 8 Tagen. 8!  Die „Ich organisiere-schon-mal-so-gemütlich-vor-mich-hin-Phase“ geht dem Ende entgegen und ich beginne, panisch zu werden. Zum Beispiel, wenn ich eine Stunde in der einen Ecke der Wohnung gepackt habe und dann in eine andere Ecke gehe, wo mich dann ungefähr drei Millionen Dinge anspringen, die AUCH NOCH eingepackt werden müssen.

Was mich aber sehr nervt, ist mal wieder so ein Knebel-Scheiß-Vertrag mit einem Kommunikationsanbieter. Egal, an welchen meiner Umzüge ich mich erinnere, Ärger gabs  immer mit denen. 1996 in Leipzig hat die Telekom (hieß sie da schon so, oder war es noch die Post?) sechs Wochen gebraucht, um einem einen Anschluss hinzubasteln. In einem frisch sanierten Altbau, wohlgemerkt. Über sechs Autostunden von zu Hause entfernt saßen wir nun da ohne Verbindung zu Mama und Papa. Ein Handy hatten wir zwar, aber eine Minute kostete damals noch ungefähr 30 Mark. Naja, aber fast. Wir liefen also zwei Mal in der Woche zur Telefonzelle, um ein Lebenszeichen abzusenden. Doch die Telefonzelle war IMMER besetzt, denn wir waren ja nicht die einzigen ohne eigenen Anschluss. Es war Wintersemester und das Warten sehr ätzend.

Es folgten weitere Ärgernisse, die ich Euch jetzt erspare. Nur das Neueste möchte ich teilen: Wir haben Telefon und Internet von Kabel Deutschland. War auch immer alles prima. Bis jetzt. Nichts Böses ahnend habe ich per Online-Formular unseren Umzug mitgeteilt. Fest davon ausgehend, dass das Angebot auch dort verfügbar ist. Ist ja ein Neubau, da geht doch alles! Zwei Tage später bekomme ich per Post die Kündigung von Kabel Deutschland. Die gewünschten Produkte seien an der neuen Adresse nicht verfügbar. Ich könne mich also freuen, der Vertrag sei zum 1.6. fristgerecht beendet. Wir ziehen aber am 1.3. um. Was bedeutet, dass ich drei Monate zahle für etwas, das ich nicht bekomme. Auf Nachfrage verwies man mich auf irgendein Telekommunikationsgesetz von annodazumal. Gesetz hin oder her, ich finde es frech. Denn ich will ja gar nicht kündigen! Ich will weiter Kunde sein. Wenn ich hätte kündigen wollen, hätte ich das rechtzeitig getan. Also, bitte bedenkt, bei einem Umzug rechtzeitig zu prüfen, ob Euer Anbieter auch an der neuen Adresse verfügbar ist. AAARgh!

Leider klemmt mir zur Zeit niemand „Arsch“ Nachrichten an die Windschutzscheibe, die Kinder sind – toi toi toi– gesund und ich habe keine Zeit zum Shoppen. Die Tage sind gefüllt mit langweiligen Terminen beim Schularzt (morgen), dem Orthopäden (Freitag) und bei der Rentenkasse (Montag). Darum fällt mir gerade überhaupt nichts ein, worüber ich hier berichten könnte.

Oder doch: ich denke gerade darüber nach, eine Elektriker-Lehre zu machen. Gibt es das auch als Abendschule? Vielleicht kombiniert mit einem Crashkurs als IT-Experte (damit dieser Blog NOCH hübscher wird! Ist nämlich gar nicht so einfach, das Gefrickel. Finde ich). Grundkenntnisse in Sanitärinstallation wären auch nicht schlecht. Und wenn ich schon mal dabei bin, kann ich ja auch gleich noch den Gesellenbrief als Automechatronikerin mitnehmen.
Ist doch wahr! Zur Zeit gehen hier ständig Dinge kaputt, die man nur als Experte reparieren kann. Aber die Experten sind erstens schwer zu finden und haben zweitens keine Zeit. In jedem Zimmer, in das ich komme, schaut mich entweder ein kaputter Halogenstrahler an, hängt eine Schranktür schief in der Angel, klappert ein Klodeckel und flackert eine Herdbeleuchtung.
Kann jemand mal Gelbe Seiten erfinden, die gleich das Telefonieren und Termine machen übernehmen? Zahlen wäre natürlich auch nicht schlecht. Danke!

Der Vorteil des frühen Kinderkriegens:

ist eindeutig, dass man seine Billy-Regale und abgeranzten Flohmarktsofas einfach wegwerfen kann, wenn die Kinder groß sind und man selber erwachsen genug für richtige Möbel ist. Sonst findet man sich nämlich reglemäßig dabei wieder, wie man mit Schreck verzerrtem Gesicht Fruchtzwergreste von Thonet-Stühlen kratzt und die Minotti-Couch unter einer alten Ikea-Tagesdecke versteckt, um sie vor Sabberspuren zu schützen.

Auch braucht man wahrscheinlich keine sauteuren, weil rückenfreundlichen, spezial-Lattenroste, die dann allabendlich in ausgedehnten Hüpfsessions für den nächsten Sperrmüll präpariert werden.

Hugos Schnullersammlung

Ach da sind die alle!

Hugo ist jetzt jeden Tag in der Kita. Das bedeutet für mich: viel freie Zeit. Die natürlich keine ist. Immerhin habe ich mich zu einem Frühstück im Knuth gezwungen, nachdem ich Luca und Hugo im Kindergarten abgeliefert hatte. Danach bin ich aber flugs nach Hause geeilt, um meine kilometerlange Liste abzuarbeiten, die ich seit einigen Wochen im Kopf erstellt habe mit den Dingen, die ich tun will „wenn Hugo eingewöhnt ist“. Punkt 1: Kinderzimmer aufräumen. Also, so richtig. Mit Betten neu beziehen und unterm Bett saugen. Dabei findet man so manchen Schatz…

Freut Euch auf die Fortsetzung der Listenabarbeitung. Da kommen bestimmt noch interessantere Dinge ans Tageslicht!

Jetzt ist es offiziell: Ottensen ist der beliebteste Stadtteil Hamburgs

Hamse gestern im Fernsehen gesagt. In ähächt (würde Luca sagen). Sollte man sich also freuen, wenn man schon dort wohnt. Mir liegt aber eher ein „Wir waren zuerst hier!“ auf den Lippen. Von wegen Wohnungssuche und so (ich berichtete).

Egal, es gibt ja massenhaft tolle, preis-leistungs-mäßig absolut vorbildliche Wohnungsangebote hier.

Wohnen, wo es am schönsten ist. Ein Prosit auf Ottensen!

Foto: ich

Entweder oder? Sowohl als auch? Wenn oder aber?

Die Wohnfrage entwickelt sich langsam zum Spiegel des generellen Lebenskonzepts. Will ich mitten drin sein, statt nur dabei? Will ich meine Ruhe, bin dafür aber ab vom Schuss? Oder will ich beides, verzichte aber auf die schöne Extras im Leben wie tolle Urlaube, Shoppen und Käffchen mal hier mal da (weil man nur noch für die Miete arbeitet und am Ende nicht mehr viel übrig bleibt). Bleibt man da, wo alle hin wollen oder geht man gerade deshalb woanders hin? Was ist gut für die Kinder (jetzt, in 5 und in 15 Jahren)?

Fragen über Fragen. Und keine Antworten. Nur eine: der Sülldorfer Apfelgarten ist es nicht. Dieses als wunderschön und idyllisch angepriesene Neubauprojekt hat uns am Sonntag den Tag versaut. Direkt am Klövensteen, mit Hofladen in walking distance ( so das Exposé). Die harte Realität: am Arsch der Sülldorfer Landstraße, eine vollgek… Hundewiese von einer Größe, bei der selbst Schildkröten Platzangst bekämen. Ein Witz! Und ich hatte uns dort schon einziehen sehn. Nach dem Motto: wer braucht Ottensen wenn er ein Häuschen am Klövensteen hat? Tja,  n Satz mit x. War wohl nix. Weitermachen. Oder lassen? Hier ist es doch eigentlich am schönsten – da wo wir sind. Wer braucht schon Platz, wenn alle sich lieb haben?