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Sommerhauch – später

Es ist Februar. Es ist eklig draußen. Darum machen wie es uns drinnen gemütlich. Vor dem Computer. Und statt an der Kaminfeuer-App wärme ich mich an Seiten von Hotels im Süden. Inzwischen haben wir gebucht, also ist Surfen durch das virtuelle Mittelmeer sinnlos.

Zum Glück gibt’s Smalllable und seine bezaubernden Kindersachen. Gerade habe ich mich statt auf den jahreszeitlich üblichen Sale-Seiten bei den Sommersachen umgesehen. Und plötzlich ging  die Sonne ging auf! Für Luca wanderten so einige Fische aus dem Netz in den Warenkorb. Ich freu mich schon darauf, die Maus darin durch Italiens Berge laufen zu sehen!

Fast forward

Die Sommerferien sind zu Ende. Ich könnte Euch mit Urlaubsbildern und -geschichten langweilen. Lamentieren, dass Urlaub mit Kindern ganz anders ist als damals ohne. Oder als Mutter Nummer 100.000 von der Einschulung erzählen und darüber weinen, wie schnell das Kind groß geworden ist. Mach ich aber nicht.

Weil es sich aber irgendwie unvollständig anfühlt, jetzt einfach irgendwas von Must Haves für den Herbst zu schreiben (die es definitiv gibt), hier die letzten 3 Wochen im Schnelldurchlauf:

Bayrisches Sommerfest in München auf dem Weg nach Italien, Italien (ohne Foto), Serengeti Park (Sommerfest mit Agentur), Kinderbauernhof (Foto: Luca Busch), Einschulung (bzw. der Abend davor):

Erziehungsmaßnahmen

Zum ersten mal in meiner Karriere als Mama bin ich konsequent. Echt wahr! Wenn auch mit etwas Nachhilfe von dem Herrn Papa.

Urlaub im Haus am See. Früher: ein Traum. Heute: ein ziemlicher Albtraum. Vor allem, wenn statt Frühlingssonne Schneegestöber herrscht. Gemütlich einmuckeln mit Kindern ist eben nicht gemütlich sondern mutig. Jedenfalls führten am letzten Tag diverse Nasentänze unserer Kinder dazu, dass wir sie in ihr Zimmer geschickt haben. Und sie tatsächlich nur zum Abendessen wieder raus durften. Das Weinen war herzerweichend aber wir blieben standhaft. Und siehe da: am nächsten Morgen kamen zwei handzahme Kinder in unser Schlafzimmer, wir waren den ganzen Tag nur „Mami“ und „Papi“. Erstaunlich!

Im Eifer des Gefechts haben wir auch ein einwöchiges Fernseh- und Süßigkeitenverbot verhängt. Interessanter Weise wird die Einhaltung vom Papa strikt überwacht, solange die Kinder in meiner Obhut sind. Ist er am Zug, kommen so Ideen wie „Ach, dann fahren wir zu McDonalds“. Worauf wiederum ich ihn an unsere neue Elternkonsequenz erinnere. Gemeinsam sind wir stark! Und erstaunt. Denn die Zucker- und TV-Prohibition wird von den Kindern akzeptiert. Und ich muss sagen, die Abende ohne „Wann fängt Wickie an?“ gefallen mir viel besser. Leider ist die Woche übermorgen vorbei. Bis dahin muss uns etwas einfallen.

Schluss mit der Feierei!

Hugo ist 1!!! Hurra! Am Freitag stieg die Party im Fischi. Das Geburtstagskind selbst wusste zwar nicht so recht, wie ihm geschah, aber der Rest hatte einen tollen Tag. Inklusive Luca, die ihre Freundinnen eingeladen hatte und beim Sackhüpfen alle hinter sich ließ.

So wenig der erste Geburtstag etwas Besonderes für das Kind ist, desto besonderer ist er für die Eltern, finde ich. Im ersten Jahr nach Tag 0 erinnert man sich noch so genau an das, was genau vor 365 Tagen passiert ist. „Jetzt sind wir ins Krankenhausgefahren.“, „Jetzt saß ich in der Badewanne.“, „Jetzt habe ich gerade Deine Hand zerquetscht.“, „Jetzt war er schon da.“! Ein echter Flashback, der mich zu Tränen rührt. Das erste Jahr, so anstrengend und schön es war – unwiederbringlich vorbei.

Am Samstag gings gleich weiter mit den Festivitäten. Allerdings nur für die Großen. Luca und Hugo (Premiere!) sind bei Omi und Opi geblieben. Wir sind nach Aurich gefahren, um dort bei einer Hochzeit zu Gast zu sein. Der Umstand, dass wir außer das Brautpaar niemanden kannten, war uns ziemlich egal. Der Trip war klar unter den Vorzeichen „Wellness-Auszeit“ verbucht. Ist gelungen. Ein supersüßes Hotel, Champagner, Sonnenschein, tolles Essen und DURCHSCHLAFEN. Danke, Omi und Opi, danke Brautpaar!

Sonntag ist Familientag

Frisch aus dem Urlaub zurück wird Muddi erstmal krank. Und auch sonst war der Urlaub nicht sooo erholsam, wie man es sich gewünscht hätte. Urlaub ist zudem auch übertrieben. Nennen wir es Kleine Flucht. Alles in allem wars schön, aber mit kleinen Schönheitsfehlen. Zum Beispiel ein Entwicklungsspung / neuer Zahn / querer Pups bei unserem Kleinsten. Die vorher so erholsamen Nächte waren es leider im Urlaub nicht ganz so. Und dann überraschten uns die Damen in der Kinderbetreuung mit der Information, dass „Sonntag Familientag“ sei. Klang so wie „Da können Sie sich dann ja mal selber um ihre Kinder kümmern.“ Was für ein Schwachsinn ist das denn? Wir fahren in ein Hotel mit Kinderbetreuung, um dann Familientag zu machen? Das kann ich doch auch zu Hause oder woanders. Aber vielleicht bin ich ja auch ne Rabenmutter. Als ich mich mit einer rotgesichtigen Mutter kurz beim Frühstück unterhielt, erzählte sie mir stolz, dass sie ihre Kinder am vorigen Tag eine Dreiviertelstunde (!!!) in die Betreuung gegeben hat. Boah! Dieselbe Mutter bekam fast einen Herzinfarkt, als Luca später von Papa in den Kinderclub gebracht wurde mit den Worten: „Sie bleibt bis 6.“ Manchmal frage ich mich auch, ob ich was falsch mache. Luca liebt diese Art des Entertainments und ist aus sämtlichen Kinderbespaßungsanlagen nur mit Gewalt oder zumindest viel gutem Zureden zu entfernen. Ich deute das mal als gut, denn es zeugt von Selbstbewusstsein. Oder?