Archiv der Kategorie: Musik

Das Goldene Schlitzohr 2013

Am Samstag waren wir eingeladen ins St. Pauli Theater. Das Goldene Schlitzohr 2013 wurde an Peter Maffay verliehen. Zugegeben hatte ich keine große Show erwartet, wurde aber eines Besseren belehrt. Der Abend steckte voller Überraschungen!  Als Moderator hat Tom Buhrow die Zuschauer nicht durch den Abend geführt, sondern sie mit seiner Begeisterung für die gute Sache und die Musik schlichtweg mitgerissen. Mit Laith Al Deen, Sasha alias Dick Brave, Duncan Townsend und natürlich Peter Maffay war die Bühne voller einzigartiger Persönlichkeiten.

Eine ganz neue Entdeckung durften wir machen mit Soe Tolloy. Die mir bis dahin leider unbekannte Sängerin hat mich zum Weinen gebracht, als sie von ihrem sechsjährigen Sohn erzählte. Ich dachte: „Wow, so ein großes Kind hat die schon!“ Und dann: „Oh, hab ich ja selber!“ Ob vor Wehmut, dass meine Luca schon so groß ist, oder vor Stolz… ich habe Rotz und Wasser geheult. Die Smokey Eyes, die ich an dem Abend so excellent hinbekommen hatte, waren Dirty Rivers. Aber egal. Mein Mann hat zum Glück immer ein rettendes Taschentuch parat.

Nach der Show habe ich mich bei Soe im VIP Bereich bei Würstchen und Kartoffelsalat für ihre schönen Worte – gesagte wie gesungene – bedankt. Ich glaube, es hat sie gefreut. Und jetzt hört und guckt selber mal:

Alle in einem Boot. Oder nicht?

Wiebke joggt, Teil II. Zu sehen heute Morgen.  Und während ich so laufe, kommen mir andere Jogger entgegen. Ich grüße freundlich – und bekomme keine Antwort. Einmal, zweimal… überhaupt niemand grüßt zurück! Das erinnert mich an die Zeit, in der ich Luca Kilometerweit die Elbe entlang geschoben habe und jede mit Kinderwagen bewaffnete Frau euphorisch ein Hallo entgegen geschmettert habe. Keine Reaktion. Eher ein verschrecktes Wegsehen. Habe ich nicht verstanden. Wir waren doch Sisters in mind! Genauso fühlte ich mich heute früh. Und mir kam ein Lied aus noch älteren Tagen in den Kopf, das mich für den Rest der Strecke begleitet hat: Vagabonds von New Model Army. „We are old, we are young, we are in this together“. Anscheinend sehe nur ich das so.

Eine Person hat dann doch noch mit mir geredet: meine ehemalige Nachbarin. Und sie sprach den Satz des Tages: „Toll, man kann im Sonnenaufgang joggen, ohne früh aufstehen zu müssen.“ Der Winter hat also neben Weihnachten noch etwas Gutes.

Prominente Streitkultur

Eine verheiratete Freundin – aus Diskretionsgründen kann ich hier natürlich keine Namen nennen – schwärmt zur Zeit wieder jeden Donnerstag und Freitag für Rae Garvey. Mich veranlassen ihre Mrs. Garvey to be-Fantasien zu der Frage, worüber man sich wohl mit einem Rockstar streitet, wenn man mit ihm zusammen ist. Unsere eigenen Männer nerven uns mit nicht weggeräumtem Geschirr, hochgeklappten Klobrillen und nächtlichem Schnarchen. Doch in einer Popstarvilla lösen sich diese Probleme ja quasi von selbst. Das Personal spült und Bade- und Schlafzimmer gibt es mehr als genug, sodass man sich einfach aus dem Weg gehen kann. Aber wegen irgendwas müssen doch auch bei VIPs die Fetzen fliegen. Es bleibt mir wohl nichts übrig, als die Mutmaßung. Oder ich warte ab und frage meine Freundin. Wenn sie das Supergirl von Rae ist.

Quelle: youtube

Live is live

Dank Olympia und EM (war die eigentlich schon?) hat Luca den Begriff „Live“ in ihr Bewusstsein aufgenommen. Sie hat verstanden: Olympia ist live, Mia and me (die schrecklichste aller Kika-Abendsendungen überhaupt) nicht. So einfach, wie sich das hier liest, war die Erkenntnis aber nicht, das sag ich Euch!

Jetzt gerade (also LIVE) spielt in Frankfurt Deutschland gegen Argentinien. Und Leslie Feist in Hamburg im Stadtpark. Die Umstände, dass Musik dem Fußball und Hamburg ganz klar Frankfurt vorzuziehen ist, führen dazu, dass ich jetzt gern im Stadtpark live dabei wäre. Leslie, Du bist einfach wunderbar!

Quelle: youtube