Archiv der Kategorie: Freundschaft

Herzlichen Glückwunsch, lieber Herr Janosch!

total grossen glueckwunsch 72 dpiNur wenige wissen, dass Sie eigentlich anders heißen. Muss auch keiner wissen. Denn als Janosch sind Sie ein Held so vieler Kinder und Erwachsener, da tut es vielleicht gut, wenn man sich am Telefon lieber mit seinem unbekannten Namen meldet. Sie selbst haben einmal gesagt, sie wären gerne unsichtbar. Das geht als Herr Eckert. Als Herr Janosch geht das nicht.

Was wären wir ohne Panama, Herrn Popov und Papa Löwe? Wir wären auch groß geworden, aber es wäre so viel weniger bunt und lustig passiert. Ihr großes Thema war die Freundschaft – und das kann gar nicht groß genug sein.

Sie sind ein Beweis dafür, dass man nie aufgeben darf. Aus angeblichem ‚Mangel an Begabung‘ haben Sie Ihr Kunststudium aufgegeben. Jetzt begeistern ihre Bilder die ganze Welt. Und nicht nur die! Mehr Phantasie, Lebensweisheit und Humor gibt es kaum zwischen zwei Buchdeckeln.

Herr Janosch, wir danken Ihnen für die unzähligen Geschichten und endlosen Traumstunden, die sie uns beschert haben. ‚Post für den Tiger‘ war das erste Buch, das ich meiner Tochter vor dem Einschlafen vorgelesen habe. Da war sie eineinhalb. Jetzt ist sie neun und kann selber lesen. Aber ganz manchmal, wenn sie ganz besonders viel Bedürfnis nach Geborgenheit hat, bittet sie mich, ihr Janosch vorzulesen. Und diesem Wunsch komme ich nur allzu gerne nach. Danke und alles Liebe für Ihr neues Lebensjahr!

 

Back to the Carroots

Seit Jahresanfang fühle ich mich wieder ins Kleinkindalter zurückversetzt. Genau gesagt in die Phase, in der meine Kinder aufhörten, Milch zu trinken und anfingen, echtes Essen zu essen. Pürierte Möhren, Kürbis, Pastinake und so Zeugs. Als ambitionierte Erstlingsmutter habe ich sogar mal einen Weidenkorb voll Biomöhren selbst zu Tode gekocht und zermanscht.

Das alles ist mehrere Jahre her, doch nun ertüchtige ich mich wieder am Pürierstab. Denn ich habe an Silvester bei Freunden Kinder gesehen, die freiwillig und ohne den drohenden Tod durch Verekelung zu fürchten, Obst essen. Ooobst! Essen!

Jetzt zermansche ich im Zuge der allgemeinen Guten Vorsätze Umsetzens seit Jahresbeginn diverse Südfrüchte und kredenze sie mit Strohhalm. Ist ja auch voll hip, im Moment. Prost!

Wechselbad der Gefühle. Oder: die Macht ist mit mir.

Als Erziehungsberechtigte muss man zuweilen einen Einfluss auf seine Kinder ausüben, der mir nicht gefällt. Oder anders: Nachdem man im Babyalter alles getan hat, damit das Kind nicht schreit, ist man nun immer öfter gezwungen, Dinge zu tun, die es zum Schreien bringen.

Gestern war Luca mit ihrer besten Freundin verabredet. Diese Treffen haben seit ein paar Wochen ein Ritual.

1. spielen

2. Süßigkeiten essen

3. fragen, ob man beieinander übernachten darf.

Über Punkt 3 habe ich mit Luca schon mehrmals gesprochen. Es gilt die Regel „Nicht in der Woche“. Es ist die Regel von ihrem Vater und mir. Nicht ihre, aus welchem Grund sie sie ignoriert. Ein Erinnern meinerseits führt zu Tränen und bösen Blicken in meine Richtung. Ich hasse es, der Buhmann zu sein. Und nachdem ich ungefähr eine Viertelstunde mit mir gerungen und mich mit der Mutter des Besucherkindes beraten habe, habe ich es – INKONSEQUENTER WEISE – doch erlaubt. Es folgten Yippie-Geschrei und Gehüpfe, überschwängliche Umarmungen und Dankesrufe. Immerhin. Das angefangene Plakat mit 1000x Bitte und einem Gutschein für eine Massage, wenn ich „Ja“ sage, wurde nicht vollendet.

Es klappte dann auch alles prima. Bis 20:45. Ich saß gerade auf der Couch, die Kinder schlafend wähnend, da ging die Zimmertür auf und ein Trauerkloß kam heraus. „Ich will nach Hause.“ Tja, Mutter angerufen, Party over.

Ein paar Stunden später dann Hugo. Mitten in der Nacht war er auf der Suche nach seinem Schnuller. Ja, er ist vier. Und ja, das ist zu alt für einen Schnuller. Bisher fehlte mir die Kraft, ihm den abzugewöhnen. Nächtliche Suchaktionen führen mir wieder die Dringlichkeit dieser Aktion vor Augen. Das habe ich ihm dann auch gesagt. Er solle den Schnuller selber suchen und bald nähme ich ihn sowieso weg. Es folgte lautes Geheule. „Doofe Mama! Ich such mir jetzt eine andere Mama!“ usw. Da freu ich mich schon auf den echten Entzug (Schnuller-, andere werden hoffentlich niemals nötig sein). Und was Luca angeht auf die Diskussionen, wann sie zu Hause zu sein hat.

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Buchmesse, Lesung und ganz viele Dankeschöns.

Vielen Dank an alle Mitarbeiter von Schwarzkopf & Schwarzkopf für den freundlichen Empfang am Stand. Es war schön, etwas Messeluft zu schnuppern. Wenn auch nur kurz durch die obligatorische Verspätung der Deutschen Bahn. Viel zu schnell mussten wir los zum nächsten Programmpunkt. Also schwer bepackt mit Filmequipment vorbei an Peer Steinbrück ab zu Mintastique. Dort wurde ein Interview für die Homepage vom Verlag aufgezeichnet. Danke, Cathrin und Antje, für Eure super Fragen. Und danke, Nina, für Dein zustimmendes Nicken aus dem Off! Nach einem Schluck Prosecco und dem einen oder anderen Cupkake ging auch schon die Lesung los. Danke an alle, die durch Eis und Schnee kamen und lauschten! Auch einen herzliches Dankeschön geht an die lieben Menschen von Mintastique, für den freundlichen Empfang, die prima Organisation, den tollen Lollycake-Geburtstagsstrauß, die schönen Blumen zur Lesung und den wunderbaren Nachmittag und Abend. Bis ganz bald!

Garten der Generationen

Zwischen diesen beiden Bildern liegen ungefähr 30 Jahre. Auf dem ersten sieht man meine älteste Freundin und mich Ende der 70er Jahre. Auf dem zweiten ihren Sohn und meine Luca im Sommer 2009. Beide Bilder sind im Garten ihrer Eltern so ziemlich an der gleichen Stelle aufgenommen worden, nur aus einer anderen Perspektive. Faszinierend, finde ich. Ein bisschen wie die Bilder aus der Bahncard-Kampagne, nur Generationsübergreifend.

Danke für die Bilder, danke für den Flashback!

WE in L.E.

Auf nach Leipzig, von Insidern L.E. genannt! Hier hat nicht nur Lisa studiert und gefeiert, sondern auch ich. Der Hauptgrund meiner Reise (neben dem Verzehr von Kuchen) ist, eine Freundin zu besuchen. Wir waren unzertrennlich mit 16, 17, 18…, dann wurde es weniger (woran ich hauptsächlich die Schuld trage) und schließlich verkümmerte unser Kontakt zu einer Facebook-Freundschaft. Jetzt ein Wiedersehen! Ich freue mich sehr und erinnere mich: Als Teenies träumten wir von einer gemeinsamen Wohnung, die wir komplett mit Möbeln aus (leeren) Karlsquell-Dosen einrichten wollten. Wir tranken Cola-Pernod gegen den Brand am Morgen, warnten uns vor Regen und den Folgen eines Einschlafens am Blauen See, überwanden viele müde Punkte auf Parties, rauchten fingerlos Zigaretten in der Kälte Londons, reisten durch den wilden Osten, badeten im Balaton, wohnten mit Hippies in Prag, drehten Vespa-Stürze, sangen mit den Red Hot Chili Peppers und weinten beim Tod Kurt Cobains…

Mal sehen, was uns diese Wochenende an Erinnerungen bringt. Ich bin sehr gespannt!