Archiv der Kategorie: Ausflug

Themen, die die Welt bewegen.

Brötchen with a viewSonntag ist bei vielen Leuten Brunchtag. Gestern haben wir mal mitgemacht: eine große deutsche Sonntagszeitung hatte uns eingeladen, in luftiger Höhe über Hamburg zu frühstücken. Dazu sollte es Diskussionen und Gespräche zu aktuellen Themen und die Inhalte jener Zeitung geben.

Nachdem alle satt waren, kamen der Herausgeber und eine Redaktionsleiterin auf die „Bühne“ und fingen an zu reden. Doch ihre Themen waren eher „Jammern auf hohem Niveau“ und „Auto-Gewissensberuhigung“. Der Herr Herausgeber erzählte von seinem Gestüt in Niedersachsen und dass er einen gar nicht schönen Samstag hatte, weil zwei seiner Pferde krank seien. Gut, kann man verstehen, dass das Sorgen bereitet. Nur, gehört das in so einen Rahmen? Muss man damit Leute langweilen, die mit höchster Wahrscheinlich kein Gestüt besitzen, im Zweifel noch nicht mal reiten oder Pferde leiden können? Und die „Ich-bin-so-super“-Show ging weiter: Absolutes Unverständnis meinerseits und auch von Seiten anderer Gäste rief der Sprachbeitrag der Redaktionsleiterin hervor. In einem Monolog, dessen Auslöser ich anscheinend verpasst hatte, fiel aneinander gereihtes Selbstlob. Sie habe viele (!) Kinder groß gezogen, sei trotz ihrer Arbeit eine gute (!!) Mutter gewesen, habe eine tolle (!!!) Familie usw. usf. Ist ja alles schön und gut. Doch wieder die Frage: gehört das auf eine solche Bühne? Es wurde auch nicht viel besser, als es scheinbar um größere Themen ging: die Rolle der Frau im Städtevergleich. Hamburg sei ja da viel traditioneller als Berlin. Da würde die Frau bei Unger Kleider probieren, um dann die finale Entscheidung ihrem Mann zu überlassen, der in der Mittagspause kurz auf ein Urteil vorbei käme. Die Rednerin selbst sei ja so emanzipiert, dass sie das ganz allein entscheiden könne. Da sage ich nur: Glückwunsch! Aber haben wir uns für diese Information am Sonntagmorgen aus dem Pyjama gepellt und uns dort versammelt? Ich glaube: nein.

Wir hatten Glück, zu viert dort aufgelaufen zu sein. So konnten wir das vergleichsweise leise Spielgeräusch von Hugo, der sein Auto über den Boden schob, als Grund vorschieben, die Veranstaltung mittendrin zu verlassen. Jaja, immer diese Kinder…!

Buchmesse, Lesung und ganz viele Dankeschöns.

Vielen Dank an alle Mitarbeiter von Schwarzkopf & Schwarzkopf für den freundlichen Empfang am Stand. Es war schön, etwas Messeluft zu schnuppern. Wenn auch nur kurz durch die obligatorische Verspätung der Deutschen Bahn. Viel zu schnell mussten wir los zum nächsten Programmpunkt. Also schwer bepackt mit Filmequipment vorbei an Peer Steinbrück ab zu Mintastique. Dort wurde ein Interview für die Homepage vom Verlag aufgezeichnet. Danke, Cathrin und Antje, für Eure super Fragen. Und danke, Nina, für Dein zustimmendes Nicken aus dem Off! Nach einem Schluck Prosecco und dem einen oder anderen Cupkake ging auch schon die Lesung los. Danke an alle, die durch Eis und Schnee kamen und lauschten! Auch einen herzliches Dankeschön geht an die lieben Menschen von Mintastique, für den freundlichen Empfang, die prima Organisation, den tollen Lollycake-Geburtstagsstrauß, die schönen Blumen zur Lesung und den wunderbaren Nachmittag und Abend. Bis ganz bald!

Wochenend-Tipps

Kennt Ihr das? Es ist Sonntag, das Wetter ist schlecht und Ihr habt keine Ahnung, wie Ihr den Tag mit den Kindern rumbringen sollt? Hugo hatte diesen Sonntag eine hervorragende Idee. Während wir noch sammelten und mit Freunden diverse Möglichkeiten des Zeitvertreibes per Telefon evaluierten, sperrte er sich ins Badezimmer und nutzte die 4 unbeobachteten Minuten für ein ausgiebiges Tablettenfrühstück. Als wir ihn entdeckten, schaute er uns schuldbewusst und kauend an – und wir flippten aus! Nachdem wir ihm die Reste aus dem Mund gepult, einen befreundeten Arzt und die Giftnotrufzentrale um Rat gefragt und ein paar Sachen gepackt hatten, fuhr ich ins Kinderkrankenhaus. Dabei sah ich mich immer wieder um, um zu checken, ob Hugo die Augen verdreht oder sonst irgendwie komisch wurde.  Im Krankenhaus dann die lustige Nachricht, dass uns eine 12-stündige Überwachung bevorstand. Und da dann ja Nacht sei, sollten wir diese doch gleich auch noch dort verbringen. Hugo fand es super, denn es war viel los, es gab Eis zum Nachtisch und das Spielzimmer war voll toller Sachen. Immerhin haben wir draußen nichts verpasst, wenn man sich das Wetter besah. Danke, Hugo!

Und nun eine wirklich gute Idee, die Britt und Kalle am Sonntag hatten: sie fuhren in die Europapassage zum Laufrad-Fahren. Restaurants und Cafés sind sonntags geöffnet und laut Britt waren viele Leidensgenossen (Eltern mit kleinen Kindern) ebenfalls vor Ort. Beim nächsten Mal sind wir dabei!

Wo’s lecker ist, da lass Dich nieder…

Frei nach Johann Gottfried Seume, der auch in Leipzig studiert hat (ein paar Jahrhunderte vor mir) saß ich am 1. Adventswochenende in Leipzig im Mintastique. Ich hatte es vorher an dieser Stelle angekündigt, aber noch gar nicht erzählt, wie es war. War ja so viel los. Weihnachten und das alles…

Jedenfalls habe ich dort Cupcakes verspeist und nebenbei mein Buch promoted. Es war hübsch und gemütlich und wir haben uns prima verstanden, die Mama der großen Backkunst und ich. Sieht ganz danach aus, als ob es noch weitere mama made / Mama cool Kooperationen geben könnte. Ihr dürft gespannt sein. Ich bin es auf jeden Fall! Danke schön!

Oh Tannenbaum

Seit gestern sind wir Besitzer eines selbst erlegten Tannenbaums. Eine Nordmanntanne, abgesägt im schönen Gut Schönau in Ohe bei Reinbek. Man stellt sich das so idyllisch vor: in den Wald fahren und mit einem Baum zurück kehren. So habe ich es auch noch in Erinnerung. Als ich klein war sind wir jedes Jahr mit Freunden zum Schloss Wotersen gefahren, wo damals die Guldenburgs gedreht wurden. Kennt noch jemand die Serie? Ich habe sie geliebt. Noch mehr als die Schwarzwaldklinik. Mit Nane und Chrisiane Hörbiger als ihre Mutter, Gräfin von Guldenburg.

In meiner Erinnerung hat es immer geschneit, wir sind mit dem Schlitten durch den Wald gefahren, haben Kakao getrunken und irgendwo gab es bestimmt auch Weihnachtsmusik. Bei uns war es so: wir waren unter Zeitdruck, weil Luca um 12 zu einer Geburtstagsparty wollte, Hugo hat die ganze Fahrt gespuckt, der Acker war matschig und ich bin ausgerutscht und in den Dreck gefallen.

Ich hoffe, meine Kinder werden den gestrigen Tag genau so in verklärter Erinnerung behalten wie ich.

MAMA made meets Mama Cool.

Das wird lecker! Am Freitag bin ich zwischen 13 und 15 Uhr bei Mintastique in Leipzig und werde mich durch das Angebot des köstlichen Backwerks futtern. Alles wird dort von der Inhaberin, die auch eine Mama ist, von Hand und mit Liebe gemacht. Was das mit Mama Cool zu tun hat? Das Buch handelt auch von Leipzig. Lisa, die Protagonistin, hat dort studiert (wenig) – und gefeiert (viel). Das werde ich dann am Abend auch mal wieder tun. Von Lisa kann man in dem Punkt so einiges lernen.

Aber zurück zum Thema: von Freitag bis Sonntag bietet Mintastique ein Special: wer Mama Cool kauft, bekommt ein Heißgetränk gratis dazu. Und wenn Muffins und Co. Eure Augen größer werden lassen als Eure Bäuche, egal! Nehmt den Rest einfach mit nach Hause.